2016-2018 DON'T FORGET TO DIE




















 


Keiner will sterben. Weder jung, noch alt. Wenn etwas im Leben gewiss ist, dann der Tod. Man sollte nicht vergessen, sich auch auf dieses letzte Ende vorzubereiten, denn ohne den Tod hätte das Leben kaum einen Sinn. Aber wann wird er kommen? Was kommt danach? Und wie lebt man bis dahin ein erfülltes Leben? Fünf Menschen im Alter von 73 bis 93 Jahren suchen nach Möglichkeiten, sich mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen. Auf einer Theaterbühne. Zwischen Performance, Schauspiel und biografischer Erzählung sprechen sie über ihre persönlichen Ängste, Wünsche und Hoffnungen, singen Lieder ihrer Zeit und spielen unterschiedliche Varianten des Sterbens durch. Aber kann man den eigenen Tod proben, so wie man die eigene Beerdigung plant?

Die Regisseurin Karen Breece hat über ein Jahr hinweg Gespräche mit alten Menschen über das Sterben geführt und daraus einen Text entwickelt, der sich im Grenzbereich von Erinnerung und Hoffnung, Realität und Fiktion bewegt. Gemeinsam mit den Akteuren inszeniert sie einen Abend, der gleichermaßen tragische wie komische Perspektiven des Sterbens erfahrbar macht.

Mit LIVIA HOFMANN-BUONI (79), ROSEMARIE LEIDENFROST (93), UTA MAAß (89), CHRISTOF RANKE (78) und der Schauspielerin URSULA WERNER (73) 

TRAILER https://vimeo.com/207082385

01 ROSEMARIE LEIDENFROST, 93 (aktuell 95) Jahre: "Ich möchte einmal wissen, wie das ist, wenn man nicht mehr denkt, nichts mehr weiß, nichts mehr kennt, wenn man nicht mehr ist." (Rosemarie Leidenfrost, 93 Jahre)
https://www.youtube.com/watch?v=E-kuWYWs5WI&feature=youtu.be

02 CHRISTOF RANKE, 78 (aktuell 79) Jahre: "Wenn der Tod kommt, ist Sense!"
(mit Livia Hofmann-Buoni, 78 Jahre)
https://youtu.be/Z7-RMQkriM8

03 URSULA WERNER, 73 (aktuell 75) Jahre: „Die haben dann die Urne meines Vaters aus dem Grab rausgeholt, haben eine neue Urne gekauft, weil die alte Urne, die zerfällt ja, und dann wurde die Urne auf dem Sarg meiner Mutter aufmontiert. Mein Vater war also bei der ganzen Erdbestattungszeremonie meiner Mutter mit dabei, der saß da oben so drauf.“ https://youtu.be/fVRSk4Iu1fs

04 UTA MAAß, 88 (aktuell 90) Jahre und LIVIA HOFMANN-BUONI, 78 (aktuell 80) Jahre (im Bild): "Dass die anderen an mich denken, sie sollen gerne an mich denken, so wie meine Enkeltochter, die gesagt hat: 'Zu dir gehören die rubbeligen Handtücher!' Ich benutze keinen Weichspüler."

PRESSESTIMMEN
Es gibt sie noch, selbst in unserer überinformierten und ausdiskutierten Welt, Themen, die jeden einzenen betreffen und über die doch beharrlich geschwiegen wird. Und wenn sich jemand daran macht, mit behutsamer Neugier nachzufragen, wie die deutsch-amerikanische Theatermacherin Karen Breece in ihrer jüngsten Theaterproduktion "don't forget to die", dann liegt in den Standing Ovations, die sie im Münchner HochX erntet, auch so etwas wie Erleichterung, als wenn endlich ein Bann gebrochen wäre. [...] "Der Tod ist im Grunde nichts anderes als ein Narrativ", hat sie dabei erfahren. "Jeder erzählt seine eigene Geschichte davon."
Silvia Stammen, Theater heute

Ein Spitzenensemble zelebriert die letzten Dinge. [...] Alt, lässig und schauspielerisch sehr begabt. [....] Beifall an einem Abend, der viel Beifall hervorruft, weil sich hier fünf ältere Menschen [...] freimütig mit dem Sterben befassen. [...] Regisseurin Karen Breece schafft es, dass ihre Protagonisten nicht ausgestellt erscheinen, sondern als selbstbewusste, eigenwillige Individuen auftreten, die in ihren Erzählungen kein Gefühl der Pietät verletzen, sondern behutsam wie gewitzt mitreißen. [...] Theater als Brückenschlag, über Altersgrenzen hinweg - das funktioniert hier wunderbar. In Sachen Sterben sitzen wir ja eh alle im gleichen Boot.
Michael Stadler, Abendzeitung

Die Regisseurin Karen Breece jedoch [...] bezeichnet das Stück als "vielleicht meine erste Komödie". Ein leichter Abend zu einem schweren Thema sollte es werden. Das ist dem Ensemble geglückt. [...] Großer Applaus belohnt Mut und Offenheit.
Katrin Hildebrand, Münchner Merkur

Und alle fünf bekommen am Ende Standing Ovations. [...] an diesem oft auch lustigen, die kleinen Ticks und Eitelkeiten der Einzelnen liebevoll betrachtenden Abend. "Es geht nur darum, zu sein", heißt es irgendwann. Allein dafür, dass diese Fünf in Erinnerung rufen, wie wichtig und schwierig dieses Da-sein ist, haben sie jeden Beifall verdient.
Sabine Leucht, Süddeutsche Zeitung

Konzept/Regie KAREN BREECE Bühne EVA VERONICA BORN Kostüme TERESA VERGHO Text KAREN BREECE; in Zusammenarbeit mit dem ENSEMBLE Video SOPHIE AVERKAMP Musik MATHIS MAYR/PAIN PERDU, LIVIA HOFMANN-BUONI (Klavier), CHRISTOF RANKE (Posaune) Dramaturgie TOBIAS STAAB Licht MAX KRAUßMÜLLER Licht- und Videotechnik RAINER LUDWIG/DIANA DORN Ton FLORIAN WESTERMEIER Produktion EHRLICHE ARBEIT FREIES KULTURBÜRO und HANNAH SAAR Regieassistenz LEA KAPPL Ausstattungsassistenz MELINKA PIXIS Pressearbeit KATHRIN SCHÄFER KULTUR PR Probenfotos LOTHAR REICHEL/SOPHIE AVERKAMPF Grafik (Plakat/Flyer) FLORIAN MARSCHALL

Dieses Projekt wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und vom Bezirk Oberbayern.

In Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie München, AETAS Lebens- und Trauerkultur GmbH und Co KG und dem Hospizdienst DaSein e. V.

VORBERICHT

DIE RÜCKEROBERUNG DES TODES von Helmut Zeller, Süddeutsche Zeitung

CURT im Gespräch
http://www.curt.de/muenchen/dont-forget-to-die/

WAS SIE SCHON IMMER ÜBER DAS STERBEN WISSEN WOLLTEN von Silvia Stammen, Münchner Feuilleton

Radiobeitrag von Lena Held, Bayern2 Kulturwelt

KRITIKEN

MUT UND WÜRDE von Sabine Leucht, Süddeutsche Zeitung vom 28.01.2017

Radiobeitrag von Manuel Andre, M94,5 Kulturmagazin K13 vom 28.01.2017
http://mediathek.m945.de/?podcast=k13-theaterprojekt-dont-forget-to-die

WAS NACH DEM LEBEN KOMMT von Katrin Hildebrand, Münchner Merkur vom 31.01.2017 http://www.pressreader.com/germany/muenchner-merkur/20170131/282162175939889

VITAL IM MEER DER LETZTEN DINGE von Michael Stadler, Abendzeitung München vom 31.01.2017 "Regisseurin Karen Breece schafft es, dass ihre Protagonisten nicht ausgestellt erscheinen, sondern als selbstbewusste eigenwillige Individuen auftreten, die in ihren Erzählungen kein Gefühl der Pietät verletzen, sondern behutsam wie gewitzt mitreißen."

DIE RUHE VOR DEM TOD von Silvia Stammen, Theater heute, April 2017
"Karen Breece erforscht in «don’t forget to die», wie das Sterben das Leben beflügelt."
https://www.der-theaterverlag.de/theater-heute/aktuelles-heft/artikel/karen-breece-forget-to-die/










































Fotos: Lothar Reichel